| Pietro Perugino via wikimedia |
Schritt 4 – Was wollen Petrus und die Zwölf?
In den vergangenen Schritten sind die Taten und Worte von Petrus und den 12 Aposteln im Markusevangelium stets in Negativbildern interpretiert worden. Um den Standpunkt des markinischen Petrus und der Zwölf zu verstehen, sollen diese in positive Begriffe übersetzt werden. Ein Versuch, Verständnis für Petrus und die Zwölf aufzubringen:
Mk 8,29: „Und er fragte sie: Ihr aber, wer, sagt ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus!“
In Mk 14,61 und Mk 15,32 gibt Markus durch den Hohenpriester und Pilatus zwei Erläuterungen, was unter dem Begriff „Christus“ verstanden werden kann: „Sohn des Hochgelobten“ und „König von Israel“. In einem vergleichbaren Sinn sind wohl auch Petrus´ Worte zu deuten. Bei seinem Ausruf „Du bist der Christus“ handelt es sich also eher um die feierliche Proklamation einer Majestät als um ein Glaubensbekenntnis.
Mk 8,31: „Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen. Und er redete das Wort frei und offen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren (wörtlich: fing an, ihn anzuherrschen).“